eine fotografische Intervention
am Erinnerungsort Topf & Söhne


Der Besuch eines Erinnerungsortes ist ein flüchtiger Moment. Im Regelfall besucht man eine Gedenkstätte einmal und dann nie wieder. Eine fotografische Intervention soll dem Aufenthalt vor Ort den beliebigen Sightseeing-Charakter nehmen und dauerhafte Spuren hinterlassen.


Idee
Die Besucher/innen lassen eine schlichte Porträtaufnahme per Sofortbild von sich machen. Diese Fotografien nehmen sie mit in die Ausstellung und hinterlegen sie dort an frei wählbaren Stellen. Im Laufe des Tages sammeln sich die Bilder, verteilen sich durch die Gedenkstätte und lassen Muster der Bedeutung erkennen.


Wie lassen sich die Besucher/innen an einem derart aufgeladenen Ort ablichten?
Wo platzieren sie ihre Porträts?
Werden sich die Bilder lose verteilen oder wird es Ballungsräume geben?


Die Fotos werden am Ende des Tages eingesammelt, übereinandergestapelt und verbleiben dauerhaft am Erinnerungsort. Der Stapel verschließt den Blick auf die einzelnen Bilder wieder. Sie werden so zu einer ganz privaten Erinnerung der Teilnehmer/innen. Aus dem flüchtigen, einmaligen Besuch wird eine dauerhafte Erinnerung, die sowohl am Ort selbst als auch in den Köpfen der Menschen zurückbleibt.


Im besten Falle erinnern sie sich gelegentlich an den Besuch, teilen ihr Wissen darum mit anderen und halten so ihre Erinnerung an den Besuch und den Ort aufrecht.


Die Fotoaktion „ich war hier“ wird am 22. Mai 2016 erstmalig durchgeführt im Rahmen der Aktion „History goes ART“ des Verbandes bildender Künstler Thüringen e.V.


von Danny Frede // www.dannyfre.de // d@nnyfre.de // 0177 415 97 94